Süleyman Taşköprü

Am Vormittag des 27. Juni 2001 ermorden die Rechtsterroristen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos Süleyman Taşköprü in Hamburg Bahrenfeld. Im Obst- und Gemüseladen seines Vaters schießen die beiden Mitglieder des sogenannten Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) dem 31-Jährigen aus zwei Waffen dreimal in den Kopf. Obwohl sein Vater kurz darauf den schwerverletzten Familienvater findet, kann der herbeigerufene Notarzt ihm nicht mehr helfen. Taşköprü hinterließ eine dreijährige Tochter und eine Frau.

Erst im November 2011 werden Böhnhardt und Mundlos als Täter überführt, nachdem man die beiden neben der Tatwaffe in einem ausgebrannten Wohnwagen tot aufgefunden hatte. Bis dahin gingen die Ermittlungsbehörden trotz der Hinweise des Vaters Ali auf zwei verdächtige Personen von organisierter Kriminalität aus.
Auch die Berichterstattung übernahm diese Vermutung. Mit der Rede von den sogenannten „Döner-Morden“ fand die ausgrenzende und verharmlosende Darstellung vieler Medien ihren unrühmlichen Höhepunkt. Denn im Laufe der Jahre hatte sich herausgestellt, dass Taşköprü eine von vielen Personen war, die mit derselben Pistole erschossen worden waren.

Am ehemaligen Tatort, auf Höhe der Schützenstraße 39, erinnern zwei Gedenksteine und ein in den Boden eingelassener Stern an Süleyman Taşköprü und die neun weiteren Todesopfer des NSU. 2013 wurde eine Parallelstraße der Schützenstraße in Taşköprüstraße umbenannt.

By | 2021-04-12T23:54:53+02:00 März 5th, 2021|Rechte Gewalt|0 Comments

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