Zur Ablehnung des Amtsverzichts von Erzbischof Heße durch Papst Franziskus

„Das Zeichen, das Erzbischof Heße mit dem angebotenen Amtsverzicht nach Veröffentlichung des Gutachtens rund um die Missbrauchsfälle im Erzbistum Köln im März 2021 gesetzt hat, ist in unseren Augen richtig und war ein wichtiges Zeichen der persönlichen Übernahme von Verantwortung. Angesichts der vielen Fälle von sexualisierter Gewalt und Vertuschung in unserer Kirche braucht es neben einer systematischen Aufarbeitung auch Verantwortungsträger, die sich zu dem institutionellen Versagen bekennen und persönliche Konsequenzen ziehen. Auch Kardinal Marx begründete sein später abgelehntes Angebot zum Amtsverzicht mit den systemischen Ursachen sexualisierter Gewalt in unserer Kirche und forderte zu strukturellen Reformen auf.

Eine Annahme des Amtsverzichts von Erzbischof Stefan durch Papst Franziskus wäre ein spürbares Zeichen dafür gewesen, dass auch Rom sich der dramatischen Lage unserer Kirche in Deutschland bewusst ist.

Wir stehen im Erzbistum Hamburg schon seit längerem vor großen Herausforderungen. Nach dieser langen Auszeit bauen wir darauf, dass Erzbischof Heße die Aufarbeitung der sexualisierten Gewalt und den Bereich der Prävention im Erzbistum Hamburg konsequent  vorantreiben wird. Wir hoffen, dass die Entscheidung von Papst Franziskus für die Klarheit sorgt, die wir brauchen, um gemeinsam wieder Vertrauen wieder aufzubauen und einen Neuanfang im Erzbistum zu gestalten.“

Stellungnahme von Joana Düvel & Patrick Kirsch, Vorsitzende des BDKJ in der Erzdiözese Hamburg

By | 2021-09-15T16:19:27+02:00 September 15th, 2021|katholisch, Prävention, Theologie der Verbände|0 Comments

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