Zukunftszeichen – 1. Advent 2016 2018-04-16T14:37:49+00:00

Zukunftszeichen – 1. Advent

Matthäus 24, 29 – 44

29 Sofort nach den Tagen der großen Not  wird sich die Sonne verfinstern  und der Mond wird nicht mehr scheinen;  die Sterne werden vom Himmel fallen  und die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. 30 Danach wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen;  dann werden alle Völker der Erde jammern und klagen  und sie werden den Menschensohn  mit großer Macht und Herrlichkeit  auf den Wolken des Himmels kommen sehen. 31 Er wird seine Engel unter lautem Posaunenschall aussenden  und sie werden die von ihm Auserwählten  aus allen vier Windrichtungen zusammenführen,  von einem Ende des Himmels bis zum andern.
32  Lernt etwas aus dem Vergleich mit dem Feigenbaum!  Sobald seine Zweige saftig werden und Blätter treiben,  wisst ihr, dass der Sommer nahe ist. 33  Genauso sollt ihr erkennen,  wenn ihr das alles seht,  dass das Ende vor der Tür steht. 34  Amen, ich sage euch:  Diese Generation wird nicht vergehen, bis das alles eintrifft. 35  Himmel und Erde werden vergehen,  aber meine Worte werden nicht vergehen. 36  Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand,  auch nicht die Engel im Himmel,  nicht einmal der Sohn,  sondern nur der Vater.
37  Denn wie es in den Tagen des Noach war,  so wird es bei der Ankunft des Menschensohnes sein. 38 Wie die Menschen in den Tagen vor der Flut  aßen und tranken und heirateten,  bis zu dem Tag, an dem Noach in die Arche ging, 39 und nichts ahnten,  bis die Flut hereinbrach und alle wegraffte,  so wird es auch bei der Ankunft des Menschensohnes sein. 40  Dann wird von zwei Männern, die auf dem Feld arbeiten,  einer mitgenommen und einer zurückgelassen. 41  Und von zwei Frauen, die mit derselben Mühle mahlen,  wird eine mitgenommen und eine zurückgelassen. 42  Seid also wachsam!  Denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt.
43  Bedenkt:  Wenn der Herr des Hauses wüsste,  zu welcher Stunde in der Nacht der Dieb kommt,  würde er wach bleiben  und nicht zulassen, dass man in sein Haus einbricht. 44  Darum haltet auch ihr euch bereit!  Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde,  in der ihr es nicht erwartet.

Matthäus  schreibt  von  einer  Sonne,  die  sich verfinstert, von den Kräften des Himmels, die erschüttert  werden  und  von  lautem Posaunenschall.  Große  und  etwas  bedrohlich wirkende  Bilder.  Ein  wenig  Endzeitstimmung. Doch die Zeichen stehen auf Zukunft: es geht nicht  ums  Angst  machen.  Denn  allen  Ängsten entgegen  steht  die  Hoffnung  auf  den Menschensohn, der für alle Welt sichtbar „auf den  Wolken  des  Himmels“  kommen  wird. Unsere  Lebenswelt  erscheint  gerade  eher kantig  und  eckig,  wie  die  Polygone  im Hintergrund:

Statt  Hoffnung  hören  wir  von  Hetze  und  Gewalt  gegen  Geflüchtete,  Unrecht,  Unterdrückungen, Menschenfeindlichkeit.  Wenn  der  Kern  christlichen  Glaubens  ist,  dass  Gott  alle  Menschen  gleich  an Würde  geschaffen  hat,  dann  sollte  doch  klar  sein:  Christin  sein,  Christ  sein  und  gleichzeitig  andere Menschen einzeln oder als Gruppe abzuwerten, zu beleidigen, zu verachten  und ihnen gegenüber Hass, Feindschaft und Angst zu schüren – das geht nicht zusammen 2 . Violett als liturgische Farbe prägt diese adventliche Zeit. Sie ist Sinnbild für Verwandlung und Übergang: Der Advent kann Anlass sein, um ein hoffnungsvolles  Bild  der  Zukunft  zu  entwickeln,  um  Ängste  zu  bannen  und  wortstark  für Menschenfreundlichkeit einzustehen.

…und wem nimmst Du die Angst?

Download:
Impuls zum 1. Advent

Informationen zum Sonntagsevangeliums finden sich auch auf den Seiten des Katholischen Bibelwerks unter www.bibelwerk.de.

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