#Advent2018

In diesem Jahr sind die Adventskarten nicht zu übersehen: Sie sind bunt, sie strahlen, sie drängen sich in unsere Aufmerksamkeit. Sie dürfen überraschen und kommen mit ihren Motiven und Sprüchen direkt von der Straße, direkt aus dem unmittelbaren Leben daher. Humorvoll und ein wenig unbedarft. Und doch verbindet sie etwas mit den Evangelien der Adventssonntage. Sie wollen neugierig machen: Wo besteht wohl die Verbindung? Motivieren sie, sich in den Texten auf die Suche zu machen? Wohin führen die Leserinnen und Leser die Fragen auf der Rückseite? Welchen Bezug stellen sie her zu ihrem eigenen Leben? Welche Gedanken prägen ihre kommenden Wochen in der Vorbereitung auf die Ankunft des Herrn?

Lokaler Anfang

Bereits seit acht Jahren legt der BDKJ im Erzbistum Hamburg jedes Jahr vier Postkarten zu den Evangelien der Adventssonntage auf und verschickt diese an die Jugendverbände, Einrichtungen und Gemeinden. Die Karten wollen dazu aufrufen, auch in einer von Hektik geprägten Zeit, den Blick auf das Wesentliche dieser Tage nicht zu verlieren. Dabei laden Sprüche der Karten und die reflektierenden Fragen auf der Rückseite ein, sich in den Evangelien der Adventssonntage auf die Suche zu machen.

„In den ersten Jahren ging es uns vor allem darum, junge Menschen außerhalb der Kirche zu erreichen: mit ein paar Ehrenamtlichen haben wir die Karten sehr bewusst an Orten ausgelegt, wo junge Menschen unterwegs sind, in Kneipen, in Unis und Fachhochschulen, Büchereien usw.“ erzählt Gesa Grandt, aus deren Feder das Projekt stammt und die weiterhin vom BDKJ mit der Gestaltung der Karten beauftragt wird. Was im ersten Jahr als Kooperationsprojekt zwischen dem BDKJ Schleswig-Holstein und der Katholischen Studierendengemeinde in Kiel begann, wanderte zügig auf die BDKJ-Diözesanebene. „Gerade junge Menschen erleben die Vorweihnachtszeit oft als hektisch und stressig – um Advent geht es da meist gar nicht. Die Karten sollen die Aufmerksamkeit durch die Bilder, Sprüche und Schlagworte auf sich ziehen und zur Mitnahme motivieren. Erst auf den zweiten Blick erkennt man – hier geht’s um Bibeltexte – und wird vielleicht neugierig, was dahinter steckt.“

Große Nachwirkung

Mittlerweile lässt der BDKJ Hamburg jedes Jahr 10.000 Karten pro Sonntagsmotiv drucken und verschickt sie sogar bundesweit. „Wir kriegen jedes Jahr tolle Rückmeldungen zu den Karten. Obwohl die Hauptzielgruppe junge Menschen in den Jugendverbänden und Gemeinden sind, werden die Karten auch von Erwachsenen gerne genommen, ganz unterschiedlich eingesetzt und auch in größerer Stückzahl abgefragt“ berichtet Dr. Katharina Korf, BDKJ-Diözesanvorsitzende im Erzbistum Hamburg. „In den Jugendverbänden des BDKJ, im Referat Kinder und Jugend haben sie einen festen Platz in der Adventszeit. Aber auch in der Gefängnis- und Krankenhausseelsorge oder in einigen Schulen wird mit den Karten gearbeitet. Im BDKJ Speyer, Köln oder Berlin freut man sich jedes Jahr über das Hamburger Adventspaket. Die Karten ersetzen den klassischen Adventskalender nicht, sie ergänzen ihn.“

Der BDKJ finanziert das Projekt aus Eigenmitteln und stellt die Adventskarten kostenfrei zur Verfügung. Die werden mittlerweile durch kleine niedrigeschwellige Textimpulse ergänzt, die man im Internet runterladen kann. „Die Karten können und dürfen alleine stehen. Aber wir kennen das ja: man beginnt eine Gruppenstunde, eine Gremiensitzung mit einem geistlichen Impuls. Da sind die Texte ein Angebot: Karten austeilen, Zeit zum Betrachten geben. Und dann mit einer kurzen Einleitung den Impuls zum jeweiligen Evangelium vorlesen. Die Frage auf der Rückseite zielt darauf ab, den eigenen Blick zu weiten und die Perspektive auf das Umfeld und die Mitmenschen zu richten. Aber natürlich dürfen die Impulstexte auch zur individuellen Einstimmung genutzt werden.“ ergänzt Korf. „Wir freuen uns, wenn die Karten besonders an junge Menschen in Gemeinden und Verbänden weitergegeben werden oder einfach an Orten ausliegen, an denen junge Menschen unterwegs sind. Sie dürfen aber auch gerne ein Anlass sein, um an Jugendliche, Firmlinge, junge Erwachsene usw. im Umfeld einen persönlichen Gruß zu richten oder sie in die Katechese, den Religionsunterricht, den Jugendgottesdienst einzubinden.“

Die Karten werden in einer Auflage von 50 Exemplaren pro Adventssonntag an Jugendverbände, Einrichtungen und Gemeinden verschickt. Daneben finden sich online auch digitale Versionen der Karten, zusammen mit den Evangelien und den Impulstexten. „Es ist wirklich schön, dass die Karten jedes Jahr neu die Adventszeit vieler Menschen bereichert und dass ich das Projekt weiter begleiten darf“, freut sich Gesa Grandt. Und es geht weiter: „Ich bin in diesem Jahr von Christine Roschlaub, Lehrerin an der katholischen Schule St. Paulus, Billstedt eingeladen, mit ihr eine Einheit in ihrer Klasse zu den Karten zu gestalten.“ Nach Karten und Texten entsteht so vielleicht fürs nächste Jahr sogar eine kleine Handreichung für Jugendarbeit und Schule.

Sollten Sie mehr Karten benötigen, so melden Sie sich gerne: info@bdkj-hamburg.de.

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