1. Advent – Naturschauspiel 2018-04-16T14:37:50+00:00

Naturschauspiel – 1. Advent

Markus 13, 24 – 37

Naturschauspiel

24 Jesus sprach zu seinen Jüngern: In jenen Tagen, nach der großen Not, wird sich die Sonne verfinstern und der Mond wird nicht mehr scheinen; 25 die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. 26 Dann wird man den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken kommen sehen.
27  Und er wird die Engel aussenden und die von ihm Auserwählten aus allen vier Windrichtungen zusammenführen, vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels. 28 Lernt etwas aus dem Vergleich mit dem Feigenbaum! Sobald seine Zweige saftig werden und Blätter treiben, wisst ihr, dass der Sommer nahe ist. 29  Genauso sollt ihr erkennen, wenn ihr all das geschehen seht, dass das Ende vor der Tür steht. 30  Amen, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis das alles eintrifft. 31  Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. 32  Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der Vater.
33 Seht euch also vor und bleibt wach! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist. 34 Es ist wie mit einem Mann, der sein Haus verließ, um auf Reisen zu gehen: Er übertrug alle Verantwortung seinen Dienern, jedem eine bestimmte Aufgabe; dem Türhüter befahl er, wachsam zu sein. 35  Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, wann der Hausherr kommt, ob am Abend oder um Mitternacht, ob beim Hahnenschrei oder erst am Morgen. 36  Er soll euch, wenn er plötzlich kommt, nicht schlafend antreffen. 37  Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Seid wachsam!

Übernatürlich wirkt das, was Markus im Evangelium schreibt: ein ganz besonderes Naturschauspiel kündigt er an. Eine sich verfinsternde Sonne, fallende Sterne, ein mondloser Himmel. Eine alles überwältigende Endzeitstimmung der Schöpfung. Und doch steckt mehr dahinter: das Sonntagsevangelium des ersten Advents stimmt uns ein auf diese Tage. „Was nach außen hin wie Katastrophe und Zerstörung aussieht (…) ist in Wahrheit der Beginn des neuen Himmels und der neuen Erde.“ Zu Beginn des Kirchenjahres lesen wir von einem Neuanfang, in dem die Zusage Gottes steckt.
Schwierig zu denken, in diesen Zeiten, in denen viele Christinnen und Christen beim Stichwort Schöpfung an die vielen katastrophalen und menschgemachten Folgen des Klimawandels denken. Wo Gletscher schwinden, Ernten ausfallen, Lebensräume sich verändern und Meeresspiegel steigen, werden wir uns bald nur noch anhand von Fotos erinnern können, wie wir unsere Welt einst vorgefunden haben. Unbequeme Gedanken in der Konsumhochsaison des Jahres. Die „Wachsamkeit“, zu der der Evangelist uns aufruft, kommt da nicht ungelegen: So birgt die Stille Zeit und das Innehalten dieser Tage auch die Chance des Umdenkens und die Möglichkeit zur Veränderungen im eigenen Leben.

…und was überwältigt dich?

Download:
Impuls zum 1. Advent

Informationen zum Sonntagsevangeliums finden sich auch auf den Seiten des Katholischen Bibelwerks unter www.bibelwerk.de.

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Bild 1. Advent: Ryan Hafey

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